Wissenswertes
über Wein und Rebsorten
UNSERE SIEGERWEINE – "MAN GÖNNT SICH SO SONST AUCH ALLES!"
Hin und wieder darfs das Beste sein. Die beiden Weine sind unsere hochwertigsten Produkte.
Während wir mit dem Zweigelt Ried Haidacker 1ÖTW den Fruchtcharakter Carnuntum herausarbeiten wollen, versuchen wir mit der Cuvée Lukas die Frucht mit internationalen Elementen zu verbinden.
Merlot als Partner zu Zweigelt, höherer Neufassanteil und damit zur feinen Kirschfrucht auch dunkelbeerige Noten, viel mehr Bitterschokolade und Zedernholz Anklänge.
Cuvée Lukas vereint Bordeaux Charakter mit österreichischer Frucht.
Weinbeurteilung
Da jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben und Geschmäcker hat, ist eine vollkommen objektive Beurteilung von Wein kaum möglich. Verschiedene Weinbewertungsverfahren wurden jedoch so standardisiert, dass durch die Beurteilung nach bestimmten Normen eine sehr hohe Objektivität bei der Qualitätsbeurteilung erlangt werden kann. Ziel der Weinbewertung ist es, dem Konsumenten im Dschungel des umfangreichen Wein-Angebots eine Hilfestellung zu geben.
Weinsensorik
Die Sensorik ist der Überbegriff für die Wahrnehmung mit den fünf Sinnen. Der Hörsinn dient der Kommunikation und dem Austausch von fachlichem Wissen. Der Seh-, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn sind unverzichtbare Sinne für die Weinansprache. Die Sinne müssen bei jeder Verkostungsprobe aktiv sein, um alle Nuancen im Wein bewusst wahrnehmen zu können. Nachdem sich die Wichtigkeit der Sinne im Laufe der Evolution gewandelt hat, ist es heute unerlässlich diese wieder neu zu schulen und zu sensibilisieren.
Weinfehler
Weinfehler ist der Sammelbegriff für unerwünschte Geschmacks-, Geruchs- oder optische Eindrücke im Wein. Eine Aufgabe der Sensorik ist es, solche Qualitätsmangel festzustellen und zu beschreiben. Die Ursachen für Weinfehler können bereits in der Vegetationsperiode auftreten, in der Beschaffenheit des Lesegutes zum Zeitpunkt der Ernte liegen oder während der Weinbereitung einschließlich Ausbau, Abfüllung und Lagerung auftreten. Niemand will sie, aber trotzdem treten sie gelegentlich auf.
Weinansprache
Die Weinsprache, die Sprache der Winzer, Weinkritiker, Kellermeister, Sommeliers und Connaisseurs, bildet mit einer Vielzahl önologischer Fachbegriffe eine eigene Fachsprache. Die Fachbegriffe dienen in erster Linie der Charakterisierung und Bewertung von Weinen, umfassen aber auch die Bereiche Weinbau und Weinbereitung.
Historische Entwicklungen
Nach dem Wein bereits um 8.000 v.Chr. in Kaukasien oder Mesopotamien angebaut worden war, wurden Reben um 3.000 v. Chr. in Ägypten und Phönizien heimisch. Um 2.000 v. Chr. erreichte der Weinbau Griechenland, etwa 1.000 Jahre später Italien, Sizilien und Nordafrika. In den darauf folgenden 500 Jahren zog der Weinbau nach Spanien, Portugal und Südfrankreich, mit den Römern dann weiter in seine noch heute gegebene Verbreitung in Europa.
Rebsorten
In Österreich sind 26 weiße und 14 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätswein oder Qualitätswein besonderer Reife und Leseart (Prädikatswein) sowie von Landwein zugelassen. Der Rotweinanteil hat sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt und macht derzeit ein Drittel der österreichischen Gesamtrebfläche von knapp 46.500 ha aus.
Autochthone Sorten
Als "autochthon" bezeichnet man Rebsorte, die nahezu ausschließlich in einem bestimmten Gebiet durch natürliche Kreuzungen oder Mutation entstanden sin dund dort auf einer relativ lange Geschichte zurückblichen können. Sie haben sich in der langen Entwicklungszeit gut auf die Standortverhältnisse eingestellt und erbringen meist nur unter diesen Bedingungen ihre beste Qualität. Heute werden autochthone Reben verstärkt als Ressourcen einer Region und Basis für Weine, die das Terroir unvewechselbar widerspeigeln, geschätzt.
WELSCHRIESLING
Liefert Weine mit
höherem Säuregehalt und fruchtigem Bukett nach grünem Apfel und Zitrus. Während
trockene Welschrieslinge sehr frische, kulinarische Weine sein können, zählen
Prädikatsweine aus dieser Sorte zu den ganz großen Süßweinen der Welt.
Beerenauslesen undTrockenbeerenauslesen sind goldgelb in der Farbe, am Gaumen
mit einer feinen Honignote und im Bukett mit Aromen von exotischen Früchten und
einer charakteristischen Säure.
RIESLING (Rheinriesling)
In Spitzenjahren bringt der
Riesling hohe Reife unterstütztvon einer komplexen Säurestruktur. Auf
Urgesteinsböden entwickelt er eine markante, mineralische Würze. Jugendliche
Rieslinge zeigen elegante Steinobstfrucht (Pfirsich, Marille) mit
zitronig-frischen und exotischen Noten (Stachelbeere). Rieslinge entwickeln
sich kontinuierlich und zeigen im "zweiten Leben" oft einen
gewissen Petrolton. Das gilt speziell für Reserven im Spät- und Auslesebereich.
WEISSBURGUNDER (Pinot Blanc)
Nur in guten Lagen liefert die
Sorte höchste Qualität. Junge Weine zeigen sich blumig mit pikanter Säure,
gereifte Weine entwickeln einen Geschmack nach Brot und Nüssen. Der Weinausbau
erfolgt langsam und die höchste Qualität wird erst nach längerer Flaschenreife
erreicht.
MÜLLER-THURGAU (Rivaner)
Die Sorte liefert frühreife,
milde Weine mit leichtem Muskatgeschmack. Bei zu geringem Säuregehalt altern
die Weine rasch. Prädikatsweine können ein sehr hohes Qualitätspotenzial
erreichen.
CHARDONNAY (Morillon)
Je nach Reife werden unreife,
dünne und grasige, aber bei voller Reife sehr wuchtige Weine gewonnen. Der
Weinausbau erfolgt in zwei Stilrichtungen - der klassische im Stahltank mit
betonter Frucht und anregender Säure und andererseits, meist international
üblich, mit biologischem Säureabbau und Reife im Barrique. Das wichtigste
Merkmal eines großen Chardonnays ist seine Komplexität, die nur in besonderen
Lagen mit kalkreichen Böden entsteht.
SAUVIGNON BLANC
Die weltweit verbreitete Sorte
hat ein charakteristisches Bukett, welches bei Weinen aus nicht Vollreifen
Trauben aufdringlich unreif, grasig sein kann - bei reifen Trauben entwickelt
sich eine Aromavielfalt nach Schwarzen Johannisbeeren Stachelbeeren und tropischen
Früchten. Die Weine entwickeln sich je nach Reifegrad von dezent bis hin zu
sehr komplex, welche in Verbindung mit Barriqueausbau und biologischem
Säureabbau ein großes Entwicklungspotenzial haben. Bei sehr reifem
Traubenmaterial treten die vielfältigen Aromanuancen in den Hintergrund und ein
kräftiger, würziger Wein entwickelt sich.
MUSKATELLER (Gelber-, Roter Muskateller)
Liefert Weine mit mehr oder
weniger intensivem Muskatduft und -geschmack. Bei ungenügender Reife sind die
Weine arm an Extrakt und daher dünn und säurebetont. Der Muskateller eignet
sich besonders als Aperitif und zu Vorspeisen.
FRÜHROTER VELTLINER (Malvasier)
Die früh trinkreifen, eher
säurearmen Weine sind alkoholarm, haben meist ein herb aromatisches Bukett, das
etwas an Blüten und Bittermandeln erinnert.
MUSKAT-OTTONEL
Je nach Reife werden volle,
milde Weine mit feinem Muskatgeschmack gewonnen. Bei hoher Reife werden milde,
sehr geschmeidige Prädikatsweine vinifiziert, die sich ausgezeichnet zu Süßspeisen
eignen.
PINOT GRIS (Grauburgunder)
Liefert milde Qualitäts- und
Prädikatsweine mit einem delikaten, unaufdringlichen Sortenbukett von großer
Beständigkeit. Bei sehr früher Lese werden die Weine leicht und spritzig. Mit
seiner Anfälligkeit gegen Botrytis, welche sich bei spätem Befall als Edelfäule
entwickelt, zeigt der Graue Burgunder oft ein kräftiges, von der Botrytis
geprägtes Aroma, mit typischem Honig Ton. Erreicht als Altwein hohe Qualität.
ZWEIGELT (Blauer Zweigelt, Rotburger)
Die Sorte liefert leicht
violettfarbene Weine mit weichem Tannin. Bei hoher Reife entstehen vollmundige
und langlebige Weine mit Sauerkirschenaromen. Hochwertige Weine werden auch im Barrique
ausgebaut.
BLAUFRÄNKISCH
Das typische Bukett der spät
reifenden Rebsorte wird von tiefgründiger Waldbeeren- oder
Kirschfrucht geprägt und ist mit einer charakteristischen Säure versehen.
Blaufränkisch kann große Weine mit dichter Struktur und markanten Tanninen
hervorbringen, die in der Jugend oft ungestüm sind, bei genügender Reife aber samtige
Facetten entwickeln. Kräftige Weine besitzen genügend Potenzial für längere Lagerung.
BLAUER PORTUGIESER
Bei höheren Erträgen entstehen
einfache, neutrale und hell gefärbte Rotweine, die rasch reifen und frühzeitig
altern. In guten Jahren und bei Ertragsbeschränkung kann der Blaue Portugieser
kräftige und extraktreiche Rotweine hervorbringen.
BLAUBURGER
Die Sorte ergibt einen Rotwein
der sehr dunkel gefärbt und extraktreich ist. Die eher neutralen Weine haben
zarte Beerenaromen, meist Holunder, am Gaumen sind sie samtig und harmonisch.
ST. LAURENT
St. Laurent liefert dunkle,
kräftige, fruchtig-säuerliche Rotweine mit Aromen nach Sauerkirsche. Sie sind
von hoher Qualität und guter Lagerfähigkeit.
MERLOT
Nur bei hoher Reife und
längerem Weinausbau zeigen die Weine viel Frucht und weiche Extraktsüße, dazu
runde, harmonische Tannine. Weine mit hoher Reife besitzen gute Lagerfähigkeit.
Wenn die Trauben nicht vollständig ausgereift sind, besteht die Gefahr, dass
die Weine grasig grün wirken.
PINOT NOIR (Blauburgunder, Spätburgunder)
Der Pinot Noir kann auf
idealem Standort, bei hoher Reife und gekonnter Vinifikation hochwertige,
lagerfähige Weine hervorbringen, auch wenn die sensible Sorte im Weingarten und
im Keller für den Winzer eine Herausforderung darstellt. Charakteristisch ist
eine nicht sehr dunkle Farbe. Der typische Duft ist dezent, mit einem
Aromenspektrum, das von Erdbeere, Himbeere über Weichsein bis hin zu
Dörrpflaumen reicht.
CABERNET SAUVIGNON
Als Jungwein ist der Wein
fruchtig, rau und gerbstoffbetont mit kräftigem Bukett. Ein guter Cabernet Sauvignon gewinnt im Laufe
seiner Reifung zunehmend an feinen Röstaromen, Aromen von schwarzen
Johannisbeeren, off auch an Lakritze und grüne Paprika erinnernd. Als
spätreifende Sorte muss die Sorte in warmen Lagen gepflanzt werden, damit die
Weine nicht grasig oder nach grünem Pfeffer schmecken. Die Weine benötigen eine
längere Entwicklung, um den Gerbstoff reifen zu lassen. Erst nach längerer
Lagerung erreicht der Wein seinen Höhepunkt. Der Einsatz des kleinen Holzfasses
ist fast obligat, der Sortentypus wird damit ergänzt.
SYRAH
Ergibt bei niedrigen Erträgen und voller physiologischer Reife in sehr guten Lagen, tiefrote, tanninreiche Weine mit Duft nach Veilchen und Reseda. Der Wein braucht lange für seine Entwicklung und erst eine längere Lagerzeit ergibt hohe Qualitäten!